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Phantastisches Doppelgängertum und soziale Gegensätze in Leo Perutz’ Roman Der schwedische Reiter

Résumé : Der schwedische Reiter ist der letzte Roman, den Leo Perutz 1936 in Wien veröffentlicht hat, bevor er aus Österreich fliehen musste. Er erzählt „die Geschichte zweier Männer“, die sich Anfang 1701 in Schlesien treffen: Christian von Tornefeld ist ein Deserteur, der versucht, zum schwedischen Heer zu stoßen, sein Gefährte ein namenloser Landstreicher, der ihn seiner Identität beraubt und auf diese Weise zum Herrn eines Gutes wird, das er als vollendeter Junker erfolgreich verwaltet. Der Rollentausch ist eine mögliche Variante des Doppelgängermotivs, das in der phantastischen Literatur einen besonders zentralen Platz einnimmt. Im Schwedischen Reiter wird dieses Motiv auf eigentümliche Weise eingesetzt: Weniger mit dem Ausdruck einer Ich-Krise verbunden, eher als Mittel für soziale Kritik benutzt, wird das Doppelgängermotiv auch durch eine Verschiebung der Elemente gekennzeichnet, die zur phantastischen Wirkung beitragen.
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https://hal-univ-artois.archives-ouvertes.fr/hal-03516086
Contributor : Pauline Canva Connect in order to contact the contributor
Submitted on : Friday, January 7, 2022 - 8:55:06 AM
Last modification on : Friday, January 14, 2022 - 4:56:18 PM

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  • HAL Id : hal-03516086, version 1

Citation

Evelyne Jacquelin. Phantastisches Doppelgängertum und soziale Gegensätze in Leo Perutz’ Roman Der schwedische Reiter. Evelyne Jacquelin; Marie-Thérèse Mourey. Phantastik und Gesellschaftskritik im deutschen, nieder-ländischen und nordischen Sprachraum / Fantastique et approches critiques de la société. Espaces germanique, néerlandophone et nordique, 104, Universitätsverlag Winter, pp.131-144, 2018, Beihefte zum Euphorion, 978-3825368647. ⟨hal-03516086⟩

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